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Häufige Fragen

Während des Anästhesievorgespräches haben Sie Gelegenheit Fragen zu stellen.
Die häufigsten Fragen zur Narkose finden Sie hier aufgeführt.

  Die mit Abstand häufigste Frage vor einer Anästhesie ist diese:
Wann darf ich nach der Narkose wieder etwas essen?
Antwort: Das hängt von der Operation und nicht von der Anästhesie ab. Nach ambulant durchgeführten Eingriffen, wird Ihnen normalerweise bereits im Aufwachraum Wasser oder Tee zum Trinken angeboten. Viele Patienten haben jedoch direkt nach der Narkose noch keinen großen Appetit.
Prinzipiell dürfen Sie jedoch nach einer Anästhesie sofort alles essen oder trinken, auf was Sie Appetit haben. Wir empfehlen jedoch etwas Leichtes wie z.B. Suppe.
Nach Anästhesien bei Untersuchungen können Sie quasi sofort alles essen und trinken, soweit der Untersucher keine Einwände hat.
   
  Warum muss ich vor jeder Anästhesie nüchtern bleiben?
Antwort: Jede Form der Anästhesie führt zu einer Verminderung bis Aufhebung der Schutzreflexe wie z.B. dem Husten, wenn Sie sich verschlucken. Dieses Husten verhindert, dass Speisebrei bzw. bei Erbrechen Mageninhalt in die Lunge gelangen kann und dort eine schwerste Lungenentzündung bis hin zum Lungenversagen auslöst. Es ist deshalb von außerordentlicher Wichtigkeit sich vor jeder Anästhesie an die mit Ihrem Narkosearzt besprochenen Nüchternheit zu halten.
   
  Wie lange muss ich vor der Narkose nüchtern bleiben?
Antwort: Bis zu 6 Stunden vor einer Anästhesie dürfen Sie eine leichte Mahlzeit essen. Vermeiden Sie aber am Abend vor der Narkose schwere, fette Nahrung wie z.B. einen Burger mit Pommes Frites. Derartiges kann auch am nächsten Morgen noch nicht verdaut sein. Auch sollten Sie keinesfalls um 3 Uhr Nachts aufstehen und noch etwas essen oder Ihr Kind wecken um ihm noch ein Croissant zu füttern, auch wenn der Narkosetermin erst um 9 Uhr morgens ist. Im Schlaf ist Ihre Magenentleerung träger, so dass die für die Narkose notwendige Nüchternheit nicht mehr gewährleistet ist.
Sie dürfen jedoch problemlos bis 2 Std. vor der Narkose eine klare Flüssigkeit ohne feste Stückchen oder Fett trinken, am besten Wasser.
Möglich ist auch Kaffee, aber nur schwarz. Selbst der kleinste Schuss Milch bedeutet, dass Sie nicht mehr nüchtern sind und deshalb die Anästhesie nicht durchgeführt werden darf.
   
  Darf ich vor der Anästhesie Kaugummi kauen?
Antwort: Nein, denn durch Kaugummikauen kann sich die Magensaftproduktion erhöhen und damit auch das Risiko für das Übertreten von Magensaft in die Lunge, besonders zu Beginn der Anästhesie.
   
  Darf ich wenigstens eine Zigarette vor der Anästhesie rauchen?
Antwort: Möglichst nicht! Das beim Rauchen entstehende Kohlenmonoxid bindet an die roten Blutkörperchen und verdrängt den Sauerstoff, so dass den Organen weniger Sauerstoff zur Verfügung steht. Ohne neue Zufuhr verschwindet Kohlenmonoxid innerhalb von 24 Std. wieder weitestgehend aus dem Blut.
Unter diesem Gesichtpunkt wäre eine Rauchkarenz von 24 Std. zu Ihrer eigenen Sicherheit sehr wünschenswert. Sollte dies nicht möglich sein, ist das Rauchen auf jeden Fall unter 2 Std. vor einer Anästhesie verboten. Denn auch Rauchen erhöht wie das Kaugummikauen die Magensaftproduktion und damit das Risiko für das Übertreten von Magensaft in die Lunge besonders zu Beginn der Anästhesie. Dies kann zu einer schwersten Lungenentzündung bis hin zum Lungenversagen führen.
   
  Wann darf ich wieder rauchen?
Antwort: Von Seiten der Anästhesie im Prinzip sobald Sie die Praxis verlassen haben.
Aber auch in diesem Fall wäre eine Rauchkarenz bis zum Abschluss der Wundheilung wünschenswert. Denn auch für eine gute Wundheilung wird Sauerstoff benötigt.
   
  Was ist mit meinen Medikamenten, darf ich diese vor einer Anästhesie einnehmen?
Antwort: Die Einnahme regelmäßiger verordneter Medikament erfolgt in enger Absprach mit Ihrem Anästhesisten. In der Regel dürfen und müssen Herzmedikamente wie gewohnt eingenommen werden. Medikamente, die den Blutzucker senken, müssen abgesetzt werden.
Die Tabletteneinnahme widerspricht nicht dem Nüchternheitsgebot vor einer Anästhesie, allerdings darf sie nur mit wenig Wasser erfolgen.
   
  Wie schnell wirkt die Narkose?
Antwort: Sehr schnell, ca. eine halbe Minute nach Beginn der Injektion des Narkosemittels sind Sie eingeschlafen. Viele Patienten sind nach der Narkose erstaunt wie schnell und angenehm das Einschlafen war.
   
  Kann es sein, dass ich während der Narkose wach werde?
Antwort: Ihr Narkosearzt überprüft während der Narkose neben den Körperfunktionen auch ständig die Narkosetiefe. Durch die modernen Narkosemedikamente kann der Anästhesist die Tiefe einer Narkose sehr gut steuern. Sie brauchen sich also nicht zu sorgen, während der Narkose aufzuwachen.
   
  Ist es möglich, dass ich nicht mehr aus der Narkose aufwache?
Antwort: Auf Grund der heute angewandten apparativen Überwachungsmöglichkeiten der lebenswichtigen Körperfunktionen wie Kreislauf und Atmung, sind Narkosen sehr sicher. Neben der regelmäßigen Messung von Blutdruck und Herzfrequenz, wird u.a. ständig der Sauerstoffgehalt im Blut bestimmt. Die gemessenen Werte werden durchgehend erfasst, ausgewertet und dokumentiert. So finden große Untersuchungen zu Narkosezwischenfällen eine Sterblichkeit von 1:200000 bis 1:400000, d.h. die Wahrscheinlichkeit auf einem Flug in den Urlaub zu verunfallen liegt statistisch höher.
Das Risiko, dass bei gesunden Patienten lebensbedrohliche Komplikationen auftreten ist äußerst gering. Es wird beeinflusst durch Begleiterkrankungen des Patienten, die Schwere der Operation bzw. die der Operation zugrundeliegende Erkrankung.
So ist das Narkoserisiko in den letzten Jahren wieder leicht angestiegen, da unsere Patienten immer älter werden und heute selbst schwerkranke Patienten operiert werden können.
Nicht zuletzt beeinflusst auch das Verhalten des Patienten vor einer Narkose das Risiko einer Narkosekomplikation, z.B. durch das Nichtbeachten der Nüchternheit vor einer Anästhesie.
   
  Sind zwei aufeinanderfolgende Narkosen innerhalb kurzer Zeit möglich?
Antwort: Narkosen innerhalb kurzer Abstände sind jederzeit möglich. So gibt es Erkrankte, die über Wochen hinweg mehrfach operiert werden müssen und dazu eine Narkose benötigen und auch zwischen den Eingriffen in einer Art Dauernarkose bleiben müssen. Folgeschäden durch die Narkosemedikamente wurden nicht beschrieben.
   
  Ich habe eine Erkältung, kann eine Anästhesie durchgeführt werden?
Antwort: Eine leichte Erkältung ist abhängig vom geplanten Eingriff in der Regel kein Problem, so ist z.B. eine Sedierung bei einer Magenspiegelung meist möglich.
Bei einer stärkeren Erkältung kann es jedoch zu einer Anschwellung der Atemwege kommen, was ein Narkoserisiko sein kann. Die Entscheidung über die Schwere der Erkältung muss der Narkosearzt in Zusammenarbeit mit dem Operateur treffen. Bitte informieren Sie uns sofort, wenn Sie erkranken, so dass wir das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.
   
  Bin ich mit über 70 Jahren zu alt für eine ambulante Narkose?
Antwort: Eine Altersbeschränkung für eine ambulante Narkose gibt es nicht. Entscheidend sind die Art des geplanten Eingriffes, Ihre körperliche Belastbarkeit, Ihre Vorerkrankungen und wie stabil diese durch medikamentöse Therapie eingestellt sind.
Im Narkosevorgespräch wird der Anästhesist mit Ihnen klären, ob weiterführende Untersuchungen zur Abklärung der Narkosefähigkeit nötig sind, damit die Narkose sicher durchgeführt werden kann.
   
  Warum darf ich nach einer Anästhesie nicht Auto fahren?
Antwort: Nach der Verabreichung von Anästhesiemedikamenten sind Patienten für 24 Std. nicht geschäftsfähig und dürfen nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, d.h. das Führen eines Kraftfahrzeuges aber auch Radfahren sind verboten. Auch dürfen Sie keine Maschinen bedienen.
   
  Warum brauche ich eine Begleitperson für den Weg nach Hause?
Antwort: Da Sie nach einer Anästhesie weder geschäftsfähig noch verkehrstüchtig sind, ist die alleinige Teilnahme am Straßenverkehr verboten. Dies gilt auch für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.